1. Neutralitäts-Initiative
    Bewahren was unsere Unabhängigkeit und unsere Selbstbestimmung stärkt.

Das will die Initiative:
Die Neutralitätsinitiative stellt sicher, dass die Schweiz ihre bewährte Neutralität konsequent beibehält –
ohne Ausnahmen und nicht flexibel von Fall zu Fall. Eine klare und glaubwürdige Neutralität schützt
unser Land vor fremden Konflikten und bewahrt unsere Rolle als verlässlicher Vermittler. Mit der
Annahme der Initiative sichern wir langfristig Frieden, Stabilität und Unabhängigkeit für die Schweiz.

Die Schweiz sieht auf eine 735-jährige Erfolgsgeschichte zurück, beschlossen und besiegelt mit dem
Bundesbrief von 1291. In keinem anderen Staat verfügen die Bürger über so viel Freiheit,
Selbstbestimmung, Sicherheit und Wohlstand wie in der Schweiz. Wie damals gilt auch heute, uns und
unsere Heimat zu schützen vor fremden Mächten und fremden Richtern.

Neutral sein heisst nicht wegschauen, sich zu isolieren oder gar Konflikte zu ignorieren. Nein, neutral
sein bedeutet in einem Konflikt nicht Partei zu ergreifen, nicht Richter zu spielen und schon gar nicht zum
Henker zu werden. Die Unparteilichkeit ist also das Grundprinzip der Neutralität. Wer Konflikte schlichten
und zum Frieden beitragen will darf nicht parteiisch sein, weder direkt noch indirekt.

Die Schweiz ist neutral, d.h. wir mischen uns als Staat nicht in fremde Konflikte ein, sondern bieten allen
Konfliktparteien unsere Dienste zur Friedensförderung an. Das können wir aber nur dann tun, wenn wir
keine Partei ergreifen und uns nicht an Sanktionen anderer Staaten beteiligen.

«Sanktionen sind kein Mittel der Friedensförderung. Sie folgen der Logik von Feindseligkeit und
Krieg. Sanktionen gefährden die Glaubwürdigkeit der Neutralität, machen die Schweiz zur
Komplizin von Konfliktparteien und beeinträchtigen ihre Vermittlungsfähigkeit.»
Prof. em. Dr. Wolf
Linder

  1. Initiative für eine sichere Ernährung
    Selbstbestimmung auch auf unserem Teller

Das will die Initiative:
Die Ernährungsinitiative (Initiative für eine sichere Ernährung) verlangt einen tiefgreifenden Umbau des
Schweizer Ernährungssystems. Ihr Ziel ist es, den Netto-Selbstversorgungsgrad der Schweiz von aktuell
weniger als 50 Prozent auf mindestens 70 Prozent zu erhöhen. Dazu sollen Konsum, Handel und die
einheimische Landwirtschaft stärker auf pflanzliche Lebensmittel ausgerichtet werden.

Und was ist die Tatsache?

Rund 70 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche in der Schweiz sind aufgrund der steilen
Topographie oder des Klimas Grasland. Dort wachsen keine Kartoffeln, kein Gemüse und kein
Brotgetreide. Dort wächst Gras. Für uns Menschen ist es unverdaulich. Für Kühe, Schafe und andere
Wiederkäuer aber die Grundlage für wertvolle Schweizer Lebensmittel wie Milch, Käse und Fleisch. Wir
wollen die inländische Lebensmittelproduktion stärken, aber nicht mit einer Initiative, die die Vielfalt auf
den Tellern einschränkt und tierische Lebensmittel verdrängt. Neben geringerer Verfügbarkeit, neuen
Vorgaben und zusätzlichen Auflagen würden auch Schweizer Lebensmittel massiv teurer. Das befeuert
den Einkaufstourismus, statt die Versorgungssicherheit zu stärken.

Daniel Volken, Präs. Ortspartei Gurmels-Kleinbösingen und Delegierter SVP CH